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Der Klostergang - Mystik des Lichtes –

Ein Weg zwischen Menschen,
zwischen Kultur und Natur,
zwischen Vergangenheit und Zukunft.


1) Ein spiritueller Weg zum Meditieren

Entstehungsgeschichte des Klostergangs in Betzdorf
„Ein Gang möge es sein, der die Verbindungen schafft zwischen den Menschen, die sich dort begegnen und zwischen Gott und Mensch“. Mit diesen Worten wurde im Jahr 2006 ein Verbindungsgang im Missionshaus Hl. Familie in Betzdorf eingeweiht. Der 54 Meter lange Gang verbindet die beiden Häuser des Klosters Betzdorf. Dadurch ist ein Raum entstanden, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Große Fensterflächen geben nach Norden die Sicht auf das Siegtal frei. Nach Süden, der Sonne zugewandt, sind im Mauerwerk Fensterbänder eingelassen, die von dem Künstler Uwe Fossemer aus Itzstedt gestaltet wurden. So entstand eine wohltuende und herausfordernde Spannung zwischen Natur und Kultur.

Die Verwirklichung einer Idee
Der Künstler hat sich intensiv mit der Sendung und der Spiritualität der Missionare von der Hl. Familie und der Situation der deutschen Ordensprovinz beschäftigt. Jean Berthier (1840-1908), der Gründer der Missionare von der Hl. Familie, hatte einen Vers aus dem Matthäusevangelium an den Anfang seiner Ordensregel gestellt: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“(Mt 9, 37f) Dieses Schriftwort steht in einer Spannung zu der Situation der deutschen Ordensprovinz, die durch fehlenden Nachwuchs gekennzeichnet ist. Gerade im Kloster Betzdorf, in dem auch alte und pflegebedürftige Mitbrüder wohnen, wird der Verbindungsgang zu einem Gang durch das Leben.


Der Künstler Uwe Fossemer hat nach der Auseinandersetzung mit dieser Spannung drei große Themen durch seine Glasmalerei gestaltet, die jeweils in den drei „Ruhezonen“ (Verbreiterungen des Ganges) ihren Platz gefunden haben: „Arbeit im Weinberg“, „Neues Jerusalem“, „Bund Gottes mit den Menschen“. Uwe Fossemer umschreibt es so: „Mensch, du kannst dich der Frage nach Gott nicht entziehen. Das Angebot Gottes besteht. Nutze es!“

Ahnung von Weite und Unendlickeit
Der Gang gibt dem Verweilenden die Möglichkeit, sein Leben aus dem Glauben zu deuten, denn
• das Leben, auch das geistliches Leben ist eingespannt zwischen Kultur und Natur,
• zwischen Vergangenheit und Zukunft,
• zwischen den Irdischen und dem Himmlischen.
Das ganze Werk ist durchwirkt mit faszinierender Liebe zum Detail. Dem Künstler ist es gelungen, die Dimension der Unendlichkeit auf einer Glasscheibe darzustellen, die nicht größer ist als eine Handfläche. Mit meisterhafter Handwerklichkeit und beharrlicher Geduld haben Architekt und Künstler in dem Verbindungsgang etwas Bleibendes geschafften.

Transparenz zu Bereichen, die man nicht sehen kann.
Schriftwort: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; denn von ihm kommt meine Hoffnung …“ (Ps 62,6) „Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade“ (Ps 25,4) „Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und an ein Ort bringen, den ich bestimmt habe. (Ex 23,20)

Der Weg durch den Gang

Hier finden Sie demnächst den "Weg durch den Klostergang" mit Erläuterungen und Gedanken zu den Motiven.

© Missionare von der Heiligen Familie 2017
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